Kostenvergleich

Interner oder externer Datenschutzbeauftragter — was kostet weniger?

Die kurze Antwort: Für 95 % der KMU ist ein externer DSB günstiger, schneller verfügbar und qualitativ besser. Die lange Antwort kommt jetzt — mit Zahlen, nicht mit Bauchgefühl.

Was ein interner DSB wirklich kostet

Wer einen Mitarbeiter intern als Datenschutzbeauftragten benennt, denkt oft an „kostet ja nichts, macht der nebenbei". Die Realität: Ein qualifizierter DSB braucht 0,3 bis 0,8 Stellen je nach Unternehmensgröße — und er muss qualifiziert sein. Sonst ist die Benennung ein Haftungsfall mit Anlauf.

Realistische Jahres-Vollkosten für einen internen DSB in der Region Neckar-Alb:

  • Gehalt: 60.000–85.000 € brutto (40–50 % Stellenanteil + Arbeitgeber-Anteile)
  • TÜV/DEKRA/IHK-Zertifizierung: 3.000–5.000 € einmalig + 1.500–2.500 € jährlich für Weiterbildung
  • Fachliteratur, Software-Lizenzen, Verbandsmitgliedschaft: ~1.000 € pro Jahr
  • Vertretung im Urlaub: oft nicht geregelt — Risiko, wenn die Behörde anfragt
  • Onboarding bei Wechsel: 3–6 Monate effektiver Schutzverlust

Was ein externer DSB kostet

Bei uns: ein einziger Posten — der monatliche Festpreis. Alle Schulungen, Audits, Behörden-Antworten, Notfallpläne und Vertretungsregelungen sind enthalten. Sie zahlen einmal pro Monat, und das Thema ist erledigt.

Realistische Jahreskosten je nach Unternehmensgröße: 1.080 € (KMU mit 5 MA) bis 9.600 € (Mittelständler mit 80 MA und Onlineshop). Ein Bruchteil der internen Vollkosten — und dauerhaft auf dem aktuellen Stand der DSGVO-Rechtsprechung.

Direkter Vergleich

KriteriumInterner DSBExterner DSB (unser Modell)
Jahresgehalt / Pauschale 60.000–85.000 € 1.080–9.600 €
Schulungen pro Jahr 2.500–5.000 € enthalten
Fachliteratur, Software ~1.000 € enthalten
Vertretung im Urlaub aufwendig zu organisieren jederzeit gewährleistet
Verfügbarkeit Krankheit Vertretung 3–6 Monate Onboarding lückenlos
Erfahrung Branche Aufbau über Jahre 100+ Setups
Sonderkündigungsschutz ja, BDSG § 6 Abs. 4 nein — frei kündbar
Haftung im Schadensfall beim Unternehmen beim Beratungsunternehmen
Jahres-Total (50 MA) ~75.000 € ~5.000 €

Das Total in der letzten Zeile ist eine konservative Hochrechnung für ein typisches KMU mit 50 Mitarbeitern, Website und mittlerer Datenverarbeitung. Real liegen Spreizungen zwischen 12:1 und 18:1 zu Gunsten der externen Lösung.

ROI-Rechnung über fünf Jahre

Ein KMU mit 50 Mitarbeitern, mittlerer Datenverarbeitung, eine Website:

PositionIntern (5 Jahre)Extern (5 Jahre)
Personal-/Beratungskosten375.000 €25.200 €
Schulungen20.000 €enthalten
Wechsel-Onboarding (Krankheit/Kündigung)~30.000 €0 €
Haftungs-Risikobeim Unternehmenbei Kowoll Protects
Total~425.000 €~25.200 €

Ersparnis über fünf Jahre: rund 400.000 €. Plus die Gewissheit, dass das Thema konstant betreut ist — auch wenn der Mitarbeiter, den Sie intern dafür eingesetzt hätten, krank, in Elternzeit oder gekündigt ist.

Wann sich ein interner DSB trotzdem lohnt

Ehrlich gesagt: in drei Konstellationen. Erstens bei Konzernstrukturen mit eigenen Compliance-Teams, in die ein DSB organisatorisch eingebettet sein muss. Zweitens bei sehr großen Unternehmen (ab 200+ MA), wo der laufende Aufwand eine Vollzeitstelle rechtfertigt. Drittens bei extrem branchenspezifischen Anforderungen (z.B. Verteidigungsindustrie, Atomenergie, Hochsicherheits-Logistik), wo ein externer Berater praktisch nicht ins Haus darf.

Wenn keiner dieser drei Fälle zutrifft: extern ist günstiger, schneller und besser.

Häufige Fragen

Ab welcher Mitarbeiterzahl lohnt sich ein interner DSB?

Selten unter 200 Mitarbeitern. Bei sehr komplexer Datenverarbeitung (Konzernstruktur, internationale Tochtergesellschaften, eigene Sicherheits-Compliance) kann sich auch ab 100 ein interner Vollzeit-DSB rechnen. Für 95 % aller KMU ist extern die wirtschaftlichere Wahl.

Kann ich nicht einfach einen Mitarbeiter intern dafür benennen?

Können Sie — aber bedenken Sie: Diese Person muss fortlaufend geschult werden (3–5k pro Jahr), sie genießt einen besonderen Kündigungsschutz, und Sie tragen Haftung wenn sie Fehler macht. Die Praxis zeigt: interne "Teilzeit-DSBs" schaffen es nicht, sich auf dem Laufenden zu halten — und am Ende fehlt der Schutz.

Was wenn unser interner DSB krank wird oder kündigt?

Bei intern: Vertretungsregel + Onboarding für Nachfolger = 3–6 Monate ohne effektiven Schutz. Bei extern: wir sind immer da, im Krankheitsfall vertreten Kollegen aus unserem Netzwerk — der Schutz reißt nie ab.

Wir haben einen sehr günstigen "DSB-Service" gefunden, 30 € pro Monat — geht das?

Wir sehen diese Angebote im Markt. Was Sie dafür meist bekommen: ein Verarbeitungsverzeichnis-Template und Mail-Support. Was Sie nicht bekommen: Audits vor Ort, Schulungen, AVV-Prüfungen, Behörden-Kommunikation, persönliche Verfügbarkeit. Das ist kein DSB, das ist ein Tool-Abo.