Branche: Arztpraxis & Gesundheit

Externer Datenschutzbeauftragter Kosten — Arztpraxis

Arztpraxen verarbeiten besondere Datenkategorien nach Art. 9 DSGVO — Patientendaten gehören zu den am stärksten geschützten Daten überhaupt. Das hat Konsequenzen für Preis und Aufwand. Hier die ehrliche Aufschlüsselung.

Datenschutz für Arztpraxen — Patientendaten nach Art. 9 DSGVO
Monatlicher Festpreis
120–800 € / Monat
Aufschlag gegenüber Standard: +35 %. Spanne abhängig von Praxisgröße (3 bis 30+ MA), KIM-Anbindung und Telemedizin-Anteil.

Warum Arztpraxen besonders sensibel sind

Art. 9 DSGVO listet Gesundheitsdaten ausdrücklich als besondere Datenkategorien: verarbeitet werden dürfen sie nur, wenn explizite Rechtsgrundlagen vorliegen — und das technisch-organisatorische Schutzniveau muss deutlich höher sein als bei Adressdaten. Praktisch heißt das: Berechtigungskonzepte je Behandler, Verschlüsselung im Ruhezustand, eindeutige Protokollierung, regelmäßige Schulung des gesamten Personals — nicht nur der Ärzte.

Hinzu kommen branchen-spezifische Aufsichtsschwerpunkte: der Landesbeauftragte für Datenschutz prüft Arztpraxen häufiger als z.B. Handwerksbetriebe. Wer hier unvorbereitet ist, hat ein konkretes Bußgeldrisiko — schon 2025 gab es mehrere fünfstellige Bußgelder gegen Praxen in BW.

Was wir im Festpreis konkret machen

  • Verarbeitungsverzeichnis mit allen Patientendaten-Verarbeitungen — typisch 25–40 Einträge
  • Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) für elektronische Patientenakte, Tele-Sprechstunde, Online-Terminbuchung
  • Berechtigungskonzept: wer darf welche Patientenakte einsehen?
  • AVVs mit Praxisverwaltungssoftware-Hersteller, KIM-Provider, Cloud-Backup-Anbieter, ggf. Tele-Medizin-Plattform
  • Patienten-Aufklärung in Praxis und Website (Art. 13 DSGVO)
  • Schulung des gesamten Praxisteams inklusive medizinischer Fachangestellter
  • Notfallplan bei Patientendaten-Verlust inkl. Meldepfad an LfDI BW
  • Vorbereitung auf Aufsichtsbehörden-Anfragen

Drei typische Konstellationen

  • Hausarztpraxis, 1 Arzt + 3 MFA, ePA, KIM: 150–240 € / Monat
  • Gemeinschaftspraxis, 3 Ärzte + 8 MFA, Tele-Sprechstunde: 280–440 € / Monat
  • MVZ mit 25 MA, mehreren Standorten, Vernetzung: 520–800 € / Monat

Was Sie aktiv selbst tun müssen

Auch der beste DSB ersetzt nicht das tägliche Verhalten Ihres Teams. Wir liefern Schulung, Vorlagen und Prozesse — die Umsetzung am Empfang und im Behandlungszimmer muss bei Ihnen passieren. Erfahrungsgemäß braucht eine Praxis nach Onboarding rund 4 Stunden Anpassungsarbeit im ersten Monat, danach läuft es nahezu automatisch mit.

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Häufige Fragen

Warum ist die Arztpraxis 35 % teurer?

Patientendaten sind nach Art. 9 DSGVO besondere Datenkategorien. Das bedeutet höhere technische und organisatorische Schutzmaßnahmen, mehr Dokumentationspflichten, regelmäßige Schulung des gesamten Personals und intensiveren Behördenaufsichts-Schwerpunkt. Der Aufschlag spiegelt diesen realen Mehraufwand.

Brauchen wir eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA)?

Bei elektronischer Patientenakte, Online-Terminbuchung mit Symptomerfassung und Tele-Sprechstunden meist ja. Wir machen die DSFA als Teil des Festpreises — keine extra Berechnung.

Was ist mit KIM, KV-Connect und der ePA?

Standardthemen für jede Praxis: wir haben die AVV-Vorlagen für die gängigen Anbieter (PVS-Hersteller, KIM-Provider, KV-IT), prüfen die Konfiguration und integrieren das ins Datenschutz-Managementsystem.