Branche: Produktion & Handel
Externer Datenschutzbeauftragter Kosten — Produktion & Handel
Produktionsbetriebe und Handelsunternehmen verarbeiten vor allem zwei Datentypen intensiv: Beschäftigtendaten in größerer Skalierung und Geschäftspartnerdaten in Bestell- und Lieferprozessen. Bei Handel kommen oft Onlineshop-Themen dazu.
Worauf es bei Produktion und Handel ankommt
Produktion: Mitarbeiterzahl ist der Haupt-Preistreiber. Eine 100-Mann-Produktion hat 30–50 Verarbeitungstätigkeiten allein im Personal-Bereich: Bewerbermanagement, Personalakte, Zeiterfassung, Schichtplanung, Schulungsdokumentation, Krankheits-Tracking, Werkschutz mit Videoüberwachung. Dazu kommen Lieferantendaten und ggf. CRM für B2B-Vertrieb.
Handel: ähnliche Mitarbeiter-Basis, aber zusätzlich Kundendaten in größerer Skalierung — vor allem wenn ein Onlineshop dazukommt. Bestellverarbeitung, Kundenkonten, Marketing-Automation, Loyalty-Programme, Zahlungsdienstleister-AVVs, Versanddienstleister, ggf. Marketplace-Anbindungen (Amazon, eBay). Bei B2C verstärkt Marketing-Profiling als DSFA-Thema.
Was wir im Festpreis konkret machen
- Verarbeitungsverzeichnis vollständig — typisch 40–80 Einträge bei mittlerer Produktion
- Beschäftigtendatenschutz-Konzept: Personalakte, Zeiterfassung, Krankheit, Schulungsnachweise
- Bewerbermanagement DSGVO-konform: Aufbewahrungsfristen, Löschroutinen, Rechtsgrundlagen
- Videoüberwachung: Interessenabwägung, Hinweisbeschilderung, Aufzeichnungsdauer, Speicherort
- AVVs mit Lohnbüro, IT-Dienstleister, Cloud-Speicher, ggf. Payment- und Versand-Anbietern
- Datenschutz-Folgenabschätzung für Marketing-Automation und Profiling (bei Handel)
- Schulung für HR, Produktion, Vertrieb, Marketing — funktional differenziert
- Notfallplan bei Datenpannen mit 72-Stunden-Meldung an LfDI BW
Drei typische Konstellationen
- Produktionsbetrieb, 30 MA, Videoüberwachung Werkschutz: 230–360 € / Monat
- Mittelständischer Handel, 60 MA, B2B-Onlineshop: 340–520 € / Monat
- Großhändler, 150 MA, B2C-Shop + Marketplace: 560–700 € / Monat
Spezielle Stolperfallen
Drei Themen sehen wir in dieser Branche besonders häufig: Bewerberdaten zu lange gespeichert (6 Monate ist Standard, wir sehen oft 5+ Jahre); Videoüberwachung ohne Interessenabwägung (Bußgeld-Klassiker); und Onlineshop ohne saubere Marketing-Rechtsgrundlage — Newsletter und Profiling auf Basis veralteter Einwilligungen. Alle drei sind im Festpreis mit konkreten Maßnahmen abgedeckt.
Häufige Fragen
Wir sind reiner Produktionsbetrieb — was haben wir mit Datenschutz zu tun?
Mehr als Sie denken: Mitarbeiterdaten, Bewerber, Zeiterfassung, Werkschutz-Kameras, Schichtpläne, Lieferanten-Adressen, ggf. CRM für B2B-Vertrieb. Eine 100-MA-Produktion hat typischerweise 30–50 Verarbeitungstätigkeiten.
Brauchen wir einen DSB wenn wir nur B2B-Onlineshop haben?
Auch B2B-Daten sind personenbezogen (Ansprechpartner, Bestellhistorie, Zahlungsdaten). Ein Onlineshop mit AVV-Versand, Marketing-Automation und Payment ist DSGVO-relevant — der Aufschlag liegt bei +10 % statt +30 % wie im B2C.
Was ist mit der Videoüberwachung der Produktionshalle?
Klassisches Beschäftigtendatenschutz-Thema. Wir machen die Interessenabwägung, das Hinweisschild, die Mitarbeiter-Information und das Verarbeitungsverzeichnis dazu. Eine sauber dokumentierte Videoüberwachung ist DSGVO-konform — eine undokumentierte ist Bußgeld-Risiko.